Es zahlt sich aus,

       eine Frau zu sein.

Geschlechterspezifische

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 21 % weniger als Männer. Deshalb führen wir am 18. März 2019, dem Equal Pay Day, für einen Tag das weltweit erste Frauenticket ein: Frauen zahlen damit 21 % weniger für einen Fahrschein als Männer.

Klingt doof. Ist doof.

Einkommenslücke.

Schließen wir.

Frauenticket:

So läuft das.

Das Frauenticket gibt es:

  • als Tageskarte für den Tarifbereich Berlin AB
  • an allen Fahrscheinautomaten im U-Bahn-Bereich der BVG
  • gültig von 0 Uhr am 18. März 2019 bis 3 Uhr am 19. März 2019
  • nur für Frauen

Wir treten als Unternehmen öffentlich dafür ein, dass Frauen die gleichen Chancen wie Männer haben. Aber auch wir kämpfen oft noch gegen so manches alte Rollenbild vom kernigen Busfahrer und kantigen Schienenarbeiter. Unser Ziel ist es, dass diese Klischees langfristig auf dem Abstellgleis landen.

Gleich und Gleis

gesellt sich gern.

Um für Frauen als Arbeitgeber attraktiv zu sein, setzt die BVG seit 2003 erfolgreich einen Frauenförderplan um. Unsere Ziele dabei sind:

  • Gleiche Bezahlung für Männer und Frauen in allen Berufen
  • Förderung von Frauen in technischen Berufen und Führungspositionen
  • Bevorzugung von Frauen bei gleicher Eignung und Qualifikation
  • Erhöhung der Frauenquote von aktuell knapp 20 % bis 2022 auf 27 %
  • Rückkehrrecht in die gleiche (Vollzeit-)Stelle nach der Elternzeit
  • Verlängerter Mutterschutz und flexible Arbeitszeitmodelle
  • Ausbildung in Teilzeit

Wir wurden für unsere Förderung von Frauen und die Geschlechtergleichstellung bereits mehrfach ausgezeichnet: als familienfreundliches Unternehmen und als Nahverkehrsunternehmen mit den besten Karrierechancen für Frauen.

Was wir für euch Frauen

auffahren, ist ausgezeichnet.

Wer fragt, gewinnt.

Werden Männer durch die Aktion diskriminiert?


Wir machen die Gesellschaft auf ein Problem aufmerksam. Deshalb führen wir das Frauenticket auch nur für einen Tag und nicht dauerhaft ein. Es ist nicht unsere Absicht, dass sich Männer durch die Aktion diskriminiert fühlen. Sollte das vorkommen, entschuldigen wir uns dafür. Auf der anderen Seite: Wer entschuldigt sich bei den Frauen, die durchschnittlich 21% weniger verdienen? Die meisten Männer Berlins werden diese Aktion nicht nur verstehen, sondern auch unterstützen. Zumal diese kleine Geste der Solidarität in keinem Verhältnis zu dem steht, was Frauen jährlich an Einkommen vorenthalten wird.



Wird Ungleichheit durch die Aktion eher betont als reduziert?


Wenn Menschen grundlos anders behandelt werden, muss man den Mund aufmachen. Damit betont man keine Unterschiede, sondern Missstände. Frauen verdienen nicht nur gleiche Rechte per Gesetz, sondern auch gleiche Chancen und Wertschätzung. Dafür treten wir als Verkehrsunternehmen ein – in der Stadt Deutschlands, die wie keine andere für Gleichberechtigung, Toleranz und Individualität steht.



Erhalten auch Transgender das Frauenticket?


Auch Transgender, die als Frauen leben, erhalten das Frauenticket.



Sollte sich die BVG nicht besser um sozial benachteiligte Menschen kümmern?


Mit dem Sozialticket unterstützt Berlin bereits Menschen, die bedürftig sind. Sie können für 27,50 Euro ein Monatsticket der BVG erwerben. Mobilität darf keine Frage des Geldbeutels sein – dafür stehen wir und der Berliner Senat seit Jahren ein.



Werden Frauen bei der BVG gleich bezahlt?


Ja. Frauen und Männer werden bei uns in allen Berufen gleich bezahlt. Damit endet bei uns aber nicht die Frauenförderung. Seit 2003 haben wir ein spezielles Frauenförderprogramm, mit dem wir Frauen in technischen Berufen und Führungspositionen fördern. Zudem unterstützen wir aktiv die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa durch Ausbildungsstellen in Teilzeit, volles Rückkehrrecht in die alte Anstellung sowie familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.



Warum gibt es das Frauenticket nicht als Monats- oder Jahreskarte?


Offen gestanden: Die Kosten der Aktion würden wahrscheinlich ins Unermessliche steigen, wenn es an jedem Fahrscheinautomaten in Berlin das Frauenticket auch als Jahresticket gäbe. Uns geht es mit der Aktion hauptsächlich darum, die Gesellschaft auf das Problem aufmerksam zu machen und als Unternehmen für Entgeltgleichheit einzustehen.



Was passiert, wenn Männer mit dem Frauenticket fahren?


Wir gehen davon aus, dass niemand diese besondere Aktion missbraucht. Wer aber als Frau fährt und keine ist, gilt als Schwarzfahrer. Das ist genauso wie bei anderen ermäßigten Tickets: Wer sie nutzt, muss nachweisen, dass er dazu berechtigt ist.



Kann ich mit dem Frauenticket auch S-Bahn fahren?


Ja! Das Frauenticket gilt – wie die normale Tageskarte – für alle Verkehrsmittel innerhalb des jeweiligen Tarifbereichs.



Für welche Tarifzonen gibt es das Frauenticket und wie viel kostet es?


Das Frauenticket gibt es als Tageskarte für den Tarifbereich AB für 5,50 Euro statt 7 Euro.



Werden Frauen bei der BVG wirklich gleich bezahlt?

Ja, wirklich.

FAQs – 10 Fragen,

10 Antworten.